15.01.2004, 20:00 h

Dr. phil. Brigitta von Wolff-Metternich
(Heidelberg)

Wie schön ist die Natur?

Das wiedererwachte Interesse an der Ästhetik der Natur gilt der Verteidigung eines nicht-instrumentellen Umgangs mit ihr. Obwohl wir z.B. an der Landschaftsgestaltung und Städteplanung beobachten können, daß neben technisch-ökonomischen Nutzungsinteressen in zunehmendem Maße auch ästhetische Gesichtspunkte eine Rolle spielen, fragt sich, ob unser Gefallen an der Natur Anknüpfungspunkte für ein nicht von Beherrschung und Ausbeutung bestimmtes Naturverhältnis bietet. Dieser Frage wird mit Bezug auf Kant, Adorno und neueren Autoren nachgegangen.




22.01.2004, 20:00 h

Prof. Dr. phil. Andreas Kemmerling
(Heidelberg)

Pragmatische Wahrheit - was uns im Leben weiterbingt

Thema ist der Wahrheitsbegriff des Amerikaners William James (1842-1910) und das, wogegen er gerichtet ist: gegen eine "absolute" Konzeption der Wirklichkeit und eine Konzeption von Korrespondenz als einer Abbildbeziehung. Dabei muß seine pragmatische Methode von seiner pragmatischen Wahrheitstheorie unterschieden werden. Die Methode empfiehlt uns, was wir im Zweifelsfall für wahr halten sollten; während die Theorie uns sagt, was Wahrheit überhaupt ist. James stützt seine Methode durch seine Theorie. Aber diese Theorie ist nicht haltbar. Dennoch mag die Methode, die James vertritt, ihren philosophischen Wert haben.




29.01.2004, 20:00 h

Prof. Dr. jur. Klaus Lüderssen
(Frankfurt am Main)

Die verborgene Philosophie in der Hirnforschung und das Strafrecht

Der Emeritus für Strafrecht, Strafprozeßrecht, Rechtsphilosophie und Rechtssoziologie spricht über das im Vortragstitel angedeutete Verhältnis.




05.02.2004, 20:00 h

PD Dr. phil. Wolfgang R. Köhler
(Frankfurt am Main)

Die Begrenztheit des Materialismus

Der Materialismus erscheint vielen Menschen als die zeitgemäße und wissenschaftlichste Weltanschauung. Sie stellt aber selber eine Art von Metaphysik dar, die das Seelisch-Geistige (auch in seiner Verbindung mit dem Physischen) weder angemessen beschreiben noch vollständig erklären kann - aller Hirnforschung und Evolutionstheorien zum Trotz.




12.02.2004, 20:00 h

Dr. phil. Erwin Rogler
(Frankfurt am Main)

Das Gehirnparadox bei Schopenhauer

Ein häufiger Einwand gegen Schopenhauers Philosophie besagt, daß sie das Gehirnparadoxon impliziert und schon deshalb widersprüchlich sei. Der empirischen Welt kommt nach Schopenhauers idealistischer Erkenntnistheorie kein Ansichsein zu. Sie ist vielmehr Vorstellung wahrnehmender und denkender Subjekte. Da er unter dem Einfluß zeitgenössischer Physiologen Wahrnehmen und Denken als Gehirnfunktionen versteht, sind Vorstellungen durch diese konstituiert: Gehirnphänomene. Daraus resultiert die Paradoxie: das Gehirn produuziert einerseits Vorstellungen, ist aber andererseits als empirisches Objekt eine Vorstellung und als solche ein Produkt - einer Gehirnvorstellung. Gibt es eine Lösung?




19.02.2004, 20:00 h

Dr. phil. Peter Niesen
(Frankfurt am Main)

Der Wert des Glücks bei Kant

In der Moralphilosophie Kants spielen das Glück und seine Verfolgung keine zentrale Rolle, weil sich das Glück uns als Naturwesen aufdrängt und seine Verfolgung eine "Naturnotwendigkeit" ist. Ob bestimmte sinnliche Eindrücke zu unserem Glück beitragen oder nicht, entzieht sich unserer Wahl. Im Zentrum der Rechtsphilosophie Kants dagegen steht die menschenrechtliche Freiheit, verstanden als die Befugnis, innerhalb gewisser Grenzen sein Glück zu verfolgen. Wenn für Kant "dem, wonach wir streben, der Umstand Wert verleiht, daß es sich eben um die Wahl eines freien, rationalen Wesens handelt" (C. Korsgaard), die Verfolgung des Glücks aber in wesentlichen Hinsichten nicht auf einer Wahl beruht, ist fraglich, welcher Wert mit ihr verbunden sein kann.




26.02.2004, 20:00 h

Prof. Dr. phil. Manfred Kühn
(Marburg)

"Kant"

Manfred Kühn präsentiert seine Biographie über Immanuel Kant.




04.03.2004, 20:00 h

Dr. phil. Bettina Walde
(Mainz)

Willensfreiheit und Wollen

Erstens gibt es das klassische Freiheitsproblem, das die Vereinbarkeit von Freiheit und Determinismus thematisiert; zweitens ist aber durch die Neuro- und Kognitions-Wissenschaften ein "neueres" Problem entstanden, wonach der Wille nur ein Epiphänomen ist. Soll heißen: der Wille ist vollständig durch unbewußte Gehirnprozesse gesteuert, während das bewußte Wollen und Entscheiden ein kausal irrele vanter Nachhall der unbewußten Gehirn prozesse ist. Dieses "neuere" Problem ergibt jedoch, daß gerade eine materialistische Erklärung des Geistes den Raum für eine kausale Relevanz des Geistes eröffnet - und damit die Willensfreiheit bestehen läßt.




11.03.2004, 20:00 h

Prof. Dr. phil. Mechthild Dreyer
(Mainz)

Helles Licht in - angeblich - dunklen Zeiten:
Intellektuelle im Mittelalter

Hatte der italienische Geschichtssschreiber Caesar Baronius (1538-1607), der Erfinder der Rede vom "saeculum obscurum", dieses noch auf das 10. Jh. beschränkt, so gewöhnte man sich in der Folgezeit daran, gleich das ganze europäische Mittelalter und damit eine Epoche von beinahe 1000 Jahren so zu kennzeichnen. Dabei spielte das, was man mit Licht und Helligkeit häufig verbindet, nämlich die Vernunftorientierung, gerade im Mittelalter eine be sondere Rolle: institutionell in der Universität, personell im Intellektuellen. Beide sind Kinder des europäischen, lateinischen Mittelalters.




18.03.2004, 20:00 h

Dr. phil. Käthe Trettin
(Frankfurt am Main)

Warum Wahrheit kein moralischer Wert ist

Wer lügt, sagt die Unwahrheit, ist also unaufrichtig. Aber gilt auch: wer nicht lügt, sagt die Wahrheit, ist also aufrichtig? Ist Wahrheit ein moralischer Wert, der von jedem Menschen angestrebt werden sollte? Die wichtigsten Argumentationsschritte des Oxforder Philosophen Bernard Willliams (gest. 2003) in seinem Buch "Wahrheit und Wahrhaftigkeit" werden kritisch untersucht. Ergebnis: Williams scheitert mit seiner Werteauffassung der Wahrheit - aber auf eine interessante Weise.




25.03.2004, 20:00 h

Dr. phil. Louise Röska-Hardy
(Jugenheim)

Machen neurowissenschaftliche Erkenntnisse
den Begriff des Handelns überflüssig?

Die Neurowissenschaften streben eine kausal mechanistische Erklärung von Hirnfunktionen an, derzufolge anatomische und funktionelle Strukturen Verhalten bestimmen. Dies Auffassung widerspricht jedoch unserem alltäglichen Handlungsver ständnis, wonach wir aufgrund von Überzeugungen, Werten und Wünschen handeln können.




01.04.2004, 20:00 h

Dr. phil. Rahel Jaeggi
(Frankfurt am Main)

Freiheit und Entfremdung

Wenn nur diejenigen Taten und Vorhaben, die ich "mit mir in Verbindung bringen kann, so daß sie mir zuschreibbar sind oder als die meinigen zählen" "Instanzen von Freiheit" sind (so Robert Pippin), stellt sich die Frage, was es überhaupt bedeuten kann, sich etwas, das man tut oder will, zu eigen zu machen. Wie ist es andererseits zu verstehen, daß jemandem sogar eigene Handlungen oder Wünsche fremd sein können? Und in welchem Sinne gehört es zu den Voraussetzungen von Freiheit, daß man sich in einer bedeutungsvollen Weise auf die Welt beziehen, sich auch diese zu eigen machen kann? Und was heißt es: "sein Leben als eigenes Leben leben zu können"?




22.04.2004, 20:00 h

Prof. Dr. phil. Hans-Dieter Mutschler
(Zürich)

Die Tücken des Informationsbegriffs

Der Begriff der Information wird in verschie denen Zusammenhängen höchst verschieden verwendet, sei es in der Thermodynamik, der Quantentheorie, der Nachrichtentechnik oder der Bioinformatik. Seit Norbert Wiener betrachtet man ihn auch als einen ontologischen Begriff und in der Schule von Carl-Friedrich von Weizsäcker wird er zum ontologischen Grundbegriff schlechthin. Ist alles Information oder wie läßt sich dieser Begriff in den verschiedenen Bereichen sinnvoll definieren?




29.04.2004, 20:00 h

Prof. Dr. phil. Manfred Geier
(Hamburg)

"Kants Welt"

Manfred Geier präsentiert seine Biographie über Immanuel Kant.




06.05.2004, 20:00 h

Prof. Dr. phil. Thomas B. Seiler
(Bensheim)

Zur Genese des Bewußtseins

Kann dem Bewußtsein mehr als eine subjektiv erlebte Realität zugeschrieben werden? Manche Autoren betrachten Bewußtsein als ein Epiphänomen, dessen Realität auf Illusionen beruht. Doch in der jahrtausende alten Tradition wurde ihm eine Realität eigener Art zugeschrieben, die neben oder über der materiellen Realität steht und aus ihr nicht abgeleitet werden kann. Zwischen diesen Extrempositionen stehen die Versuche, Wissen und Denken unter Vernachlässigung der Bewußtseinsphänomene auf mechanistische Prozesse zurückzuführen und sie als supervenient oder emergent zu deuten.




13.05.2004, 20:00 h

Prof. Dr. phil. Annemarie Gethmann-Siefert
(Hagen)

Was Leib und Seele zusammenhält - Überlegungen zum methodischen Ansatz von Neurobiologie und Anthropologie

Das Leib-Seele-Problem, die Frage der Anthropologie, wie Körper und Geist interagieren, wird durch die Neurowissenschaft scheinbar endgültig gelöst. Denn die Gehirnforschung "erklärt" menschliches Verhalten, Empfinden, Wollen und Denken durch eine physikalische Theorie. Die Frage nach den mentalen Ereignissen wird überflüssig bzw. durch die Analyse der Gehirnfunktionen (den physikalischen Ereignissen) mitbeantwortet. Auf der Verlustliste stehen Phänomene wie Spontaneität, Selbstbewußtsein, Freiheit. Offensichtlich ist die wissenschaftliche Begründung der Anthropologie teuer erkauft.




27.05.2004, 20:00 h

Prof. Dr. Gerhard Gamm
(Darmstadt)

"Ein fester Mittelpunkt" -
Zur Dekonstruktion der Willensfreiheit

Mit der Diskussion um das richtige Verständnis von Geist und Gehirn, von mentalen Phänomenen und neuronalen Prozessen sind auch die Debatten um die Freiheit des (menschlichen) Willens wieder angestoßen worden. In diesem Kontext bestreiten eine Reihe von Neurowissenschaftlern ganz vehement die Freiheit des menschlichen Willens. Es fragt sich, was es bedeutete, wenn die Wissenschaft ler - wären sie denn so frei - ihre (altkluge) Behauptung auf sich selbst: auf ihr eigenes Urteil und Handlungssystem anwenden würden. Wo würden sie landen?




03.06.2004, 20:00 h

Prof. Dr. phil. et theol. Matthias Lutz-Bachmann
(Frankfurt am Main)

Religion und Politik in der Religionsschrift von Immanuel Kant

Es geht um das Verhältnis von Religion und Politik in Kants Reilgionsschrift auf dem Hintergrund von Fragen, die Kants "Grundlegung zur Metaphysik der Sitten" sowoie sein "Kritik der praktischen Vernunft" nict abschließend beantworten konnten.




17.06.2004, 20:00 h

Dr. phil. Alexander Becker
(Frankfurt am Main)

"Bilder sagen mehr als tausend Worte"

Wenn das so ist, was sagen sie dann? Und warum sollte das, was sie sagen, nicht auch in Worten auszudrücken sein? Um diese Fragen zu beantworten, muß man sich mit einem allgemeineren Problem beschäftigen, nämlich mit der Rolle der Sprache in der Erfahrung. Die These ist: Erfahrungen sind immer an Praktiken ihrer Äußerung gebunden. Doch der Umgang mit Kunst bietet eine Möglichkeit, von nicht-sprachlicher Erfahrung zu sprechen.




24.06.2004, 20:00 h

Prof. Dr. phil. Elke Brendel
(Mainz)

Schrödingers Katze im Multiversum

Erörtert werden die naturphilosophischen Im plikationen der verschiedenen Deutungsversuche zur Übertragung quantenphysikalischer Phänomene auf unsere makrophysikalische Außenwelt. Ausgehend von Schrödingers berühmten "Katzen-Gedan kenexperiment" wird insbesondere David Deutschs "Viele-Welten-Interpretation" kritisch analysiert und mit anderen alternativen Ansätzen (Kopenhagener Deutung, "Dekohärenz"-Konzeptionen etc.) verglichen.




Donnerstag, 09.09.2004, 20:00 h

Prof. Dr. phil. Hans-Dieter Mutschler
(Krakau)

Wissenschaft und Religion

Welches Verhältnis besteht zwischen diesen beiden Bereichen? Kann der eine den andern stützen oder widerlegen? Im Grunde handelt es sich hier um die alte Frage nach der Beziehung zwischen Glaube und Vernunft.




Donnerstag, 16.09.2004, 20:00 h

Philosophie als Experiment

ein Abend zur freien und spontanen Diskussion.
Themenvorschlag: Die Rationalität von einzelnen Religionen
Kein Eintritt




Donnerstag, 23.09.2004, 20:00 h

Prof. Dr. phil. Matthias Jung
(Frankfurt am Main)

Erfahrung in Alltag, Kunst und Religion

Was wir denken und wie wir handeln, wird weithin von den Erfahrungen bestimmt, die wir im Lauf unseres Lebens machen. Solche Erfahrungen betreffen uns nicht einfach passiv, sondern werden von uns auch gestaltet. Dabei spielen Gefühle eine zentrale Rolle. Die Form dieser Alltagserfahrung unterscheidet sich deutlich von der Methodik der Wissenschaften. Wer Kunst und Religion verstehen will, muß sich mit ihnen beschäftigen.




Donnerstag, 30.09.2004, 20:00 h

Philosophie als Experiment

ein Abend zur freien und spontanen Diskussion.
Themenvorschlag: Emotionen
Kein Eintritt




Donnerstag, 07.10.2004, 20:00 h

Priv.-Doz. Dr. phil. Wolfgang R. Köhler
(Frankfurt am Main)

Über die Unberechenbarkeit des Menschen

In einigen Hinsichten werden Personen für berechenbar gehalten, in anderen nicht. Ist die Unberechenbarkeit des Menschen eine prinzipielle oder eine kontingente, die eines Tages überwunden werden könnte? Ist sie nur auf unser gegenwärtiges Nichtwissen zurückzuführen, das gesamte Handeln einer Person erkennen zu können?




Donnerstag, 21.10.2004, 20:00 h

Prof. Dr. phil. Achim Stephan
(Osnabrück)

animal emotionale

Von Anfang an haben Philosophen versucht, den Menschen näher zu bestimmen: durch seine Vernunftbegabtheit, sein Streben nach staatlicher Gemeinschaft, sein Vermögen, SymSymbole zu gebrauchen und kreativ sein zu können, manchmal auch als "Mängelwesen" oder Abbild Gottes. Dabei wurde in der Regel ein wesentliches menschliches Merkmal, nämlich seine Emotionalität, nicht in Erwägung gezogen. Eine Neubesinnung über den Menschen, bei der seine Emotionalität gebührend berücksichtigt wird, scheint daher angezeigt.




Donnerstag, 28.10.2004, 20:00 h

Prof. Dr. phil. Wilhelm K. Essler
(Frankfurt am Main)

Personale Identität

Das, was eine Person zu ein-und derselben Person macht, ihr eine qualitative Identität verleiht, ist nach wie vor metaphysisch gesehen umstritten.




Donnerstag, 04.11.2004, 20:00 h

Dr. phil. Hans Zitko
(Frankfurt am Main)

Kunst als intermedialer Prozeß

In Zusammenhängen der traditionellen Kunst lag es nahe, die Frage nach der Natur eines Kunstwerks mit dem Hinweis auf bestimmte Eigenschaften entsprechender Objekte zu beantworten. Dieser Lösungsweg erwies sich indessen - wie Arthur C. Danto zeigte - im Hinblick auf die Kunst der Moderne als inadäquat. Doch auch der von Danto selbst entwickelte Ansatz ist unzureichend. Im Anschluß an Dantos Ontologie der Kunstwerke werden zusätzliche Faktoren angeführt, die für das im Kern soziale Phänomen der Kunst wichtig sind.




Donnerstag, 25.11.2004, 20:00 h

Priv.-Doz. Dr. phil. Christoph von Wolzogen
(Frankfurt am Main)

Spricht die Sprache (wie Heidegger sagt) oder der Mensch?

Mit seinem berühmten Satz hat Heidegger seine Leser nachhaltig irritiert. Nicht wenige Philosophen sehen darin geradezu ein Abdriften in finsterste Gegenaufklärung. Jedenfalls scheint die moderne (sprach­analytisch pragmatische) Philosophie das, was Sprache ist, nämlich ein Handeln, sehr viel klarer formuliert zu haben. Ist sie aber weiter als Heidegger gekommen? Hier ist Skepsis geboten, wenn man Heideggers Anspruch ernst nimmt, überhaupt erst dahin zu kommen, wo man immer schon ist (nämlich in der Sprache). Dann zeigt sich auch, daß es hier möglicherweise gar kein Entweder-Oder gibt.




Donnerstag, 02.12.2004, 20:00 h

Dr. phil. Michael Fleiter
(Frankfurt am Main)

Zum Alter in der Philosophie - Schopenhauer als Gerontologe

Das Alter ist häufig Gegenstand der Sozialwissenschaften, selten jedoch der Philosophie. In der klassischen deutschen Philosophie kommt ihm nur akzidentelle Bedeutung zu. Bei Schopenhauer jedoch erwächst aus der Willensmetaphysik eine Philosophie des Alters, deren einzelne Bezüge sich mit Einsichten der Psychoanalyse und der Gerontologie decken.




Donnerstag, 09.12.2004, 20:00 h

Dr. phil. Frank Siebelt
(Frankfurt am Main)

Wittgenstein und Mögliche Welten

Die Welt ist alles, was der Fall ist, sagt Wittgenstein in seinem Frühwerk. Und was realiter der Fall ist, ist nach ihm das Bestehen von Sachverhalten. Die wirkliche Welt somit als Gesamtheit aller Tatsachen zu begreifen, kann als Ausgangspunkt einer Theorie der Modalität dienen. Wittgensteins Beitrag zu einer solchen Theorie wird vor dem Hintergrund alternativer Ansätze beleuchtet. Brauchen wir, wie Wittgenstein meinte, Sachverhalte als Basisbausteine einer solchen Theorie, oder kommen wir mit sparsameren Ansätzen aus? Und was ist der Preis dafür, dass wir die von Wittgenstein durchmessenen ontologischen Pfade verlassen?




--> Mittwoch, 15.12.2004, 20:00 h

Prof. Dr. phil. Georg Meggle
(Leipzig)

Gerechter Terror?

Gewalt ist nicht schön - aber manchmal notwendig; und dann auch moralisch erlaubt. Das gilt bei Notwehr und Nothilfe. Es gilt auch bei echten Verteidigungskriegen und Nothilfekriegen (Humanitären Interventionen). Gilt es auch für terroristische Gewalt? Meine Antwort: ja - und zwar genau dann, wenn diese Gewalt auch geboten ist. Wann ist das der Fall?